Historisches

Die Geschichte des TC-Lindlar 1970 e.V.

Der Tennis-Club Lindlar 1970 e.V. verfügt innerhalb des Sport- und Freizeitzentrums über eine Tennisanlage mit Clubhaus und acht Ascheplätzen. Am 3. Oktober 1970 wurde auf Initiative einiger Lindlarer Bürger eine Versammlung einberufen, um einen eigenständigen Tennisverein zu gründen. Vorgespräche mit Verantwortlichen des Turn- und Sportvereins Lindlar über die Bildung einer Unterabteilung im TUS scheiterten aus finanziellen Überlegungen. Unter Leitung des Gemeindedirektors Richard Fabritius bestimmte die Gründungsversammlung, die sich auf 45 Mitglieder stützen konnte, die Mitglieder des Vorstandes und die Schwerpunkte der Vereinssatzung mit dem Ziel:

  • Tennis als Volkssport zu betreiben
  • moderate Aufnahme- und Beitragsgebühren zu fordern
  • die noch praktizierte Nennung von Bürgen oder Paten als Garanten für die Lauterkeit eines Tenniswilligen zu unterlassen und
  • möglichst bald mit dem Tennisbetrieb zu starten.

Der erste Vorstand setzte sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

  • 1. Vorsitzender Barthel Mayer
  • 2. Vorsitzender / Schriftführer Josef Natrop
  • Kassenwart Dr. Alfred Rappenhöner
  • Sportwart Gerhard Broskowski
  • Jugendwart Jörg Decker

In der Öffentlichkeit fand die Neugründung nicht überall Zustimmung. Aber auch in Lindlar war der Trend hin zum Tennisport nicht mehr aufzuhalten. Kurzfristig stellte die Gemeinde ein Grundstück oberhalb des Schießstandes für einen Tennisplatz zur Verfügung und nahm für die Erweiterung des Schul- und Sportzentrums Grundstücksverhandlungen mit den Eigentümern oberhalb des bestehenden Sportplatzes auf, so dass für die Zukunft die Anlegung weiterer Tennisplätze von Seiten des Tennisvereins geplant werden konnte.

Der erste Tennisplatz, als Hartplatz angelegt, konnte am 25. Juni 1972 durch Bürgermeister Josef Bosbach für den Spielbetrieb freigegeben werden. Seine Finanzierung ließ sich nur durch Übernahme von Bürgschaften einiger Mitglieder sichern. Das Land stellte im Jahr 1971 keine Mittel für den Bau von Tennisplätzen zur Verfügung.

Die unerwartete Mitgliederzunahme in den folgenden Jahren, besonders im Jugendbereich, machte es erforderlich, das Platzangebot sinnvoll zu erweitern. Es folgten der Bau zweier weiterer Hartplätze, Platz 4 als ersten Sandplatz, zwei weitere Ascheplätze 5 und 6 und als Abrundung der Neubau der Hartplätze 1, 2 und 3 in Ascheplätze, so dass der Verein seinen Mitgliedern 6 Ascheplätze anbieten konnte, ohne auf Wartelisten zurückgreifen zu müssen. Dieses Angebot erlaubte damals die problemlose Durchführung von Verbands- und Vereinsmeisterschaften.

Eine besondere Herausforderung bedeutete das Jahr 1979 für den noch jungen Verein. Vereinsgröße und die Möglichkeit, Gastmannschaften im Rahmen der Verbandsmeisterschaften betreuen zu können, veranlasste den Vorstand 1978, die Planung eines Clubhauses mit Gemeinschafts- und Umkleideräumen einschließlich Duschen und Toiletten in Angriff zu nehmen. Es galt folglich am Rande des bestehenden Lindlarer Sport- und Freizeitgeländes einen Baukörper zu errichten, der den Bedürfnissen der aktiven Mitglieder gerecht wird und sich harmonisch dem vorhandenen Umfeld anpasst. Der Investitionsplan sah einen Betrag von DM 175.000,00 vor. Das Land NRW signalisierte Förderungswürdigkeit somit mögliche Unterstützung in Höhe von DM 55.000,00 und in Abhängigkeit hiervon, vom Landessportbund ein Darlehen in Höhe von DM 31.000,00. Aber schon bald sollte der Euphorie die Ernüchterung folgen: der Antrag auf Fördermittel wurde vom Regierungspräsidenten in Köln aufgrund der bestehenden Vereinsgröße abgelehnt. Daraufhin entschloss sich der Vorstand, das Projekt in Eigeninitiative zu realisieren. Er fand Unterstützung durch die Gemeinde, die die Eintragung einer Grundschuld auf das 12.000 qm Grundstück zuließ, da aus Sicht des Gemeinderates eine erneute Bürgschaft durch die Mitglieder nicht mehr eingefordert werden konnte. Ein überarbeiteter Finanzplan wies folgende Zahlen aus:

  • im Rahmen der Sportförderung durch die Gemeinde DM 34.450,00,
  • ein durch Grundschuld abgesicherter Bankkredit in Höhe von DM 90.000,00,
  • Eigenleistung durch Vereinsmitglieder DM 45.000,00.

Im November 1979 konnte das Clubhaus in würdigem Rahmen mit Musik und Kölsch eingeweiht werden.

Zudem wurde im Februar 2008 mit den ersten Erdarbeiten zum Bau von zwei neuen Tennisplätzen begonnen. Verwirklicht werden konnte dieses Projekt auch durch zahlreiche Spenden und große Eigenleistung der Mitglieder bei der Gestaltung der gelungenen Außenanlagen. Die neuen Plätze wurden im Sommer 2009 für den allgemeinen Spielbetrieb zur Verfügung gestellt, so dass die besten Voraussetzung gegeben sind, weitere Mitglieder aufzunehmen.

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